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Was bedeutet Anlagenverfügbarkeit?

Anlagenverfügbarkeit

Richtig berechnen und optimieren

Die Anlagenverfügbarkeit (engl. Availability Efficiency) ist eine Kennzahl, die Aufschluss darüber gibt, in wieviel Prozent der geplanten Produktionszeit eine Maschine wirklich produziert hat. Eine hohe Anlagenverfügbarkeit ist eine Grundvoraussetzung für eine effiziente Produktion. 

Je höher die Anlagenverfügbarkeit ist, desto weniger ungeplante Stillstände hat es gegeben. Die Ursachen der Stillstände können an technischen Problemen oder instandhaltungsbedingten Aktivitäten an der Maschine aber auch an fehlendem Material oder Personalmangel liegen. Diese Kennzahl ist also keine reine Instandhaltungskennzahl, da Sie nicht von anderen Einflüssen bereinigt ist. 

Bevor Sie Ihre Anlagenverfügbarkeit optimieren können, müssen Sie diese erst einmal mit der folgenden Formel berechnen:

(tatsächliche Laufzeit / Planbelegungszeit)*100=AV

Beispiel: Ein Unternehmen plant eine Maschine mit 125 Produktionsstunden pro Woche ein. Diese Zeit wird durch eine ungeplante Rüstzeit von 3 Stunden, eine Störungsbehebung von 7 Stunden und 5 Stunden Wartezeit auf Materialien verkürzt. Die Anlagenverfügbarkeit liegt bei 88%.

[(125-3-7-5) / 125)] * 100% = (110 / 125) * 100% = 88%

Man kann die Anlagenverfügbarkeit sowohl für einzelne Maschinen als auch für ganze Anlagen berechnen.  

 

So optimieren Sie Ihre Anlagenverfügbarkeit: 

Behalten Sie die Anlagenverfügbarkeit Ihrer Maschinen im Blick. Eine Verschlechterung dieser Kennzahl sollte einer genaueren Analyse unterzogen werden. Denn die Zahl selbst sagt erst einmal nichts über die Ursache des Stillstands aus.

Tipp 1: Verbessern Sie Ihre Materialverfügbarkeit!  

Eine durchdachte Bedarfsplanung kann so manche Stillstandzeit verhindern. 

Im besten Fall werden die benötigten Ersatzteile, am richtigen Ort, zum gewünschten Zeitpunkt, in der vorgesehenen Menge, mit passender Qualität und möglichst geringen Kosten sichergestellt.  

Tipp 2: Optimieren Sie die Zeit zwischen Störfallmeldung und Problemlösung

Gibt es Gründe weshalb sich eine Störungsbehebung möglicherweise unnötig in die Länge zieht? Vielleicht haben Ihre Instandhalter nicht immer alle notwendigen Informationen zum Maschinenausfall von den Kollegen aus der Produktion übermittelt bekommen und müssen erst einmal in einen Kommunikations Ping-Pong einsteigen. Behalten Sie auch die Auslastung Ihrer Techniker im Blick! Eine moderne digitale Dispositionstafel kann Sie bei der passgenauen Zuordnung unterstützen.

Tipp 3: Planen Sie Rüst- und Wartungszeiten realistisch 

Beziehen Sie beispielsweise Erfahrungswerte ein, die Sie im Maschinentagebuch nachschauen können. In modernen Instandhaltungssoftwares können Sie sich zu jeder Maschine die Historie anschauen und eine Statusübersicht einsehen. So erhalten Sie realistische Werte und können genau planen. 

Ein Begriff der häufig in diesem Zusammenhang fällt, ist die Gesamtanlageneffektivität (OEE).


Vgl.: http://www.wirtschaftslexikon24.com/e/anlagenverfuegbarkeit


 

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